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Eine nachhaltige Brücke

Wissenschaft erlebbar machen – für Studierende sowie Schülerinnen und Schüler gleichermaßen: Dieses Ziel hat sich ein Kooperationsprojekt zwischen regionalen Schulen und der Universität Konstanz zum Thema Nachhaltigkeit gesetzt.

Ob es um den Plastikmüll in den Weltmeeren oder den Klimawandel und seine Folgen geht: Das Thema, mit dem sich Studierende, WissenschaftlerInnen und SchülerInnen derzeit im Rahmen eines Kooperationsprojektes beschäftigen, könnte aktueller nicht sein: Es geht um Nachhaltigkeit – und darum, gemeinsam zu erforschen, wie die Motivation für nachhaltiges Handeln aussieht.

„Die Schülerinnen und Schüler suchen ihre Forschungsgegenstände selbst aus. Damit erfahren sie, wie nah wissenschaftliche Fragestellungen an ihren eigenen Interessen liegen können“, erklärt Sebastian Koos, Juniorprofessor für Corporate Social Responsibility und wissenschaftlicher Leiter des Forschungsprojektes „Our Common Future: Warum engagieren sich Menschen für Nachhaltigkeit? Interdisziplinäre Perspektiven auf Nachhaltigkeitsengagement – damals und heute“. Koordiniert wird das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt durch Johanna Heuer von der Binational School of Education (BiSE) der Universität Konstanz.

Zugegeben: Für die Schülerinnen und Schüler der drei Partnerschulen der BiSE – das Suso-Gymnasium in Konstanz und die Berufsschulzentren in Radolfzell und Stockach – geht es auch um die mündliche Abiturprüfung, die sie durch die Teilnahme am Forschungsprojekt ersetzen können. Aber Pragmatismus schließt höhere Ziele ja nicht aus. Und dass Nachhaltigkeit ein Thema ist, mit dem sich die Jugendlichen beschäftigen, wurde nicht zuletzt bei der Auftaktveranstaltung an der Universität Konstanz deutlich. Warum machen sie beim Projekt mit? Wie wichtig ist ihnen Nachhaltigkeit, und wie integrieren sie nachhaltiges Handeln bereits in ihren persönlichen Alltag? Wir haben uns bei den SchülerInnen und LehrerInnen der Partnerschulen umgehört:

Birgitt-Alexa Liebmann, Lehrerin am Suso-Gymnasium Konstanz

„Die Schülerinnen und Schüler lernen in einem Fall, wo es jetzt noch nicht so wirklich ernst wird – im Vergleich zur Abgabe einer Bachelor- oder Masterarbeit –, wie man wissenschaftliches Arbeiten angeht, wie man eine Fragestellung entwickelt, wie man Literatur recherchiert und auswertet, wie man das Ganze in eine Form gießt und wie man die Dinge dann präsentiert.“

Wilko Mattern, Lehrer am Berufsschulzentrum Stockach

„Wir leben in einem Zeitalter, in dem wissenschaftliche Erkenntnisse angezweifelt werden. Ein gutes Beispiel ist ja die USA, wo der Klimawandel in Teilen der Politik generell verleugnet wird. Deshalb ist es schon wichtig, ein Wissen und ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie Wissenschaft funktioniert, wie der Erkenntnisgewinn stattfindet und dass Wissenschaft nichts Geheimnisvolles ist, sondern etwas, was letztlich jeder betreiben kann.“

Viviana Schmid, Schülerin am Berufsschulzentrum Stockach

„Wenn ich beim Shoppen eine Plastiktüte benutze, versuche ich, da möglichst viel hineinzubekommen, und ich habe auch eine eigene Tasche dabei, in die ich dann versuche, alles reinzukriegen. Da achte ich stark drauf.“